Onlineshop rechtssicher? So wirds gemacht!

Onlineshop rechtssicher? So wirds gemacht!

Um einen Onlineshop zu 100% rechtssicher zu bekommen, ist es immer sinnvoll einen Rechtsanwalt an seiner Seite zu haben, der gegebenfalls noch einmal über Ihre Seiten schaut und so Fehler und Abmahnfähige Verstöße schnell bemerkt. Sicherlich soll dieser Beitrag keine Rechtsberatung darstellen, er soll einige Fragen beantworten die im Laufe der Erstellung eines Onlineshops immer wieder auftauchen.

1. Anbieterkennzeichnung und Impressumpflicht

Jeder Händler ist verpflichtet, den Kunden über seine Identität zu unterrichten. Dabei muss das Impressum leicht ersichtlich auf der Webseite platziert sein und darf nicht versteckt werden. Die Angaben im Impressum müssen der Wahrheit entsprechen.

2. Datenschutzerklärung

Seit dem 25. Mai 2018 ist auch eine umfassende Datenschutzerklärung verpflichtend, die in jedem Fall mit in die Seite eingebunden werden muss. Überall dort wo Daten erhoben werden, muss ein Hinweis mit einer Checkbox gesetzt werden, die der Kunde extra und explizit aktivieren muss. Auch die Datenschutzerklärung muss von jeder Seite aus im Onlineshop erreichbar sein und darf nicht versteckt werden.

3. Newsletter nur noch mit Double-Opt-In

Sie müssen sich die Einwilligung Ihrer Kunden einholen, einen Newsletter verschicken zu dürfen. Sollten Sie dies ohne Einwilligung tun, kann es zu empfindlichen Abmahnungen kommen. Außerdem ist eine Opt-In-Lösung vorgeschrieben.

4. Allgemeine Geschäftsbedingungen

Hier gilt deutsches Recht. Allgemeine Geschäftsbedingungen sind nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber jedoch empfehlenswert um Ihren Informationspflichten als Händler nachzukommen. Gerade die Geschäftsbedingungen sollten durch einen Rechtsanwalt geprüft oder erstellt werden. Machen Sie hier nicht den Fehler und verlassen sich blind auf einen Generator.

5. Telefonischer Kontakt

Der telefonische Kontakt darf nicht mehr wie früher über Sonderrufnummer getätigt werden, sondern muss eine Standardrufnummer enthalten, die zu den normalen Tarifen abgerechnet wird, sowohl aus dem Festnetz als auch aus dem Handynetz.

6. Widerrufsbelehrung

Die Widerrufsbelehrung sollte nach dem aktuellen Stand nach 2014 sein und den vollständigen Belehrungstext enthalten. Außerdem ist es ratsam einen Musterwiderruf als Datei und Online dem Kunden zur Verfügung zu stellen. Eine Grafik mit der Widerrufsbelehrung ist nicht gestattet, der volle Text muss einfach und ersichtlich auf den Seiten erreichbar sein.

7. Lieferfristen und Lieferstatus

Hier gilt es dem Kunden den genauen Liefertermin zu nennen und auf Bezeichnungen wie “ca.” oder “ungefähr” und “voraussichtlich” komplett zu verzichten. Der Händler ist verpflichtet dem Kunden genau mitzuteilen, wann dieser mit der Lieferung zu rechnen hat.

8. Zahlungsbedingungen- und Vorgang

Der Kunde muss informiert werden, wie er bei Ihnen bezahlen kann, in den meisten Fällen über einen speziellen Link “Zahlungsbedingungen” oder im Fuß der Seite als Grafik eingebunden. Somit kann sich der Kunde orientieren, welche der Zahlungsmodalitäten für Ihn in Frage kommen.

9. Preisangaben und Zusatzkosten

Immer dann wenn der Kunde mit Zusatzkosten zu rechnen hat, wie etwa Versandkosten muss darauf hingewiesen werden. Ob dies als Link unter oder neben dem Produktpreis geschieht oder im Beschreibungstext. Bei vielen Waren ist es auch Pflicht einen Grundpreis mit anzugeben um dem Kunden einen direkten Vergleich mit anderen Anbietern zu ermöglichen.

10. die Bestellbestätigung

Wichtig hierbei ist das der Kunde entweder bei der Bestellbestätigung oder danach Ihre AGB erhält. Gilt der Kaufvertrag schon mit dem zusenden der Bestellbestätigung oder erhält dieser einen expliziten Kaufvertrag. Wichtig zu wissen ist das der Kunde bis zur Lieferung der Ware Ihre AGB erhalten haben muss.

 

 

 

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